5 Fragen an einen Surfcoach, die du dich niemals trauen würdest zu stellen:

Für manche ist es ein Traumjob, für andere reine Träumerei. Als Surfcoach kommst du an die schönsten Strände der Welt, arbeitest ganz entspannt mit lässigen Menschen und kannst selbst jeden Tag surfen. Auf der anderen Seite der Medaille können aber oft ausufernde Arbeitszeiten, schäbige Unterkünfte oder schlechte Bezahlung stehen. Um ein paar authentische Einblicke in das Leben eines Surfcoachs zu bekommen, haben wir uns mit David (französisch ausgesprochen) getroffen und ihm 5 Fragen vorgelegt, die du dich niemals trauen würdest einem Surfcoach zu stellen.

Wer ist David?
David, unser Surfcoach, ist gebürtiger Franzose und war 4 Jahre lang in verschiedenen Surfcamps in Portugal, Marokko, Spanien und Mittel-Amerika tätig. Er eröffnet aktuell ein Co-Working/Co-Living-House in Ericeira und hat viele tolle Erinnerungen an sein Leben als Surfcoach. Wenn du mehr über David erfahren möchtest, findest du ihn unter @wetskintouch auf Instagram.

David beim Surfen in Ericeira im Januar 2019

 

5 Fragen an einen Surfcoach, die du dich nicht trauen würdest zu stellen:

 

Frage 1: Was nervt dich am meisten an Surfschülern?

David: „Zu Beginn frage ich in jeder Gruppe, wer denn schon mehrmals gesurft ist und dementsprechend gut ist. Üblicherweise gehen einige Hände nach oben. Nach einem Tag surfen stellt sich heraus, dass viele von ihnen nicht mehr als ein paar Stunden im Jahr mit Surfen verbracht haben und einige noch nicht einmal die grundlegenden Basics beherrschen. So zu tun, als sei man gut, um in der Gruppe möglichst cool zu wirken, ist also das, was mir regelmäßig ordentlich auf den Sack ging.“ – *David lacht
 

Frage 2: Wie oft kommt es vor, dass etwas zwischen Surfcoaches und SchülerInnen läuft? Also horizontal gesehen?

David – *leicht verlegen und heftig schmunzelnd: „Eigentlich wars für mich leichter als ich noch als Game-Designer gearbeitet habe und mit Ocean-View-Appartement und schickem Auto punkten konnte. Ich habe aber gehört, dass sich viele meiner Surf-Coach-Freunde besser anstellen als ich.“ – *David zwinkert
 

Frage 3: Pinkelst du tatsächlich regelmäßig in deinen Wetsuit?

David: „Absolut. Jeder macht das. Auch die, die anderes behaupten. Es ist ein schön warmes Gefühl und hält zudem die Haie fern – meiner Erfahrung nach zumindest.“ – *lacht und zwinkert
 

Frage 4: Hast du dir manchmal Sorgen um deine finanzielle Situation beziehungsweise Zukunft gemacht?

David – *erstmals ohne breitem Lächeln im Gesicht: „Der Tag an dem du als Surfcoach aufhören kannst, über Geld nachzudenken, ist jener, an dem der Job endlich fair bezahlt wird. Dieser Tag ist aktuell leider nicht in Sicht und der beste Weg ist, sein eigenes Ding zu starten – keep it real!“
 

Frage 5: Gibt es Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Surf-Schülern und gehst du anders mit ihnen um?

David: „Eine schwierige Frage. Es gibt natürlich genetische Unterschiede aber ich behandle eigentlich alle gleich. Wenn du als professioneller Coach arbeitest, siehst du deine Schüler als Gruppe bzw. als Einheit und versuchst keine Unterschiede zu machen. Wobei ich jetzt doch zugeben muss – mit den Jungs war ich vielleicht doch ein bisschen härter.“

Wir bedanken uns bei David für das Gespräch und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft!